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Ein kleiner Ausflug in die Entwicklung des Tischlerhandwerks

Der Beruf des Tischlers, Schreiners oder Kistenmachers entwickelte sich aus dem Handwerk des Zimmerers und entstand mit der Bildung des wohlhabenden Stadt-Bürgertums, ungefähr in der Romanik (kunstgeschichtliche Epoche etwa vom 10. bis zum 13. Jh.). Der Beruf war jedoch schwierig abzugrenzen, des es Überschneidungen gab: bautischlerisch mit dem Zimmerer und im Möbelbereich mit dem Drechsler.

Zu Beginn war das Handwerk immer ein erbliches Amt. Erst mit der Entstehung der Zünfte (ca. 1250) schlossen sich einige Handwerker zusammen, um gemeinsame Interessen zu verfolgen, z. B. die Regelung von sozialen und arbeitsrechtlichen Vereinbarungen oder um sich gegen die freie Konkurrenz zu behaupten. Meisterwerdung konnte nur mit Nachweis ehelicher Geburt, des Lehrbriefes und der Zeugnisse der Wanderschaft, mit Ausrichtung eines üppigen Mahls bei der Innung beantragt werden.

Tischler heute und die Perspektiven

Tischler/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. Es gibt Bau- und Möbeltischler. Bautischler fertigen und montieren beispielsweise Fenster, Treppen und Türen. Möbeltischler stellen Möbel her oder führen Innenausbauten durch.

Voraussetzung für eine Weiterbildung zum Tischlermeister ist eine erfolgreich abgelegte Gesellenprüfung. In der Meisterprüfung werden Fachwissen sowie mathematische, betriebswirtschaftliche, rechtliche und arbeitspädagogische Kenntnisse abgefragt.